Arsch huh - Zäng ussenander: Köln ist bunt, nicht braun!
Es war ja abzusehen. Pro Köln, ein Verein widerlicher Rechtsradikaler, lässt seine Maske fallen.
Das, was den Kölnern erst als Initiative für Köln untergejubelt wurde, hat sich längst - trotz ständiger Gegenpropaganda des Vereins - als rechtsradikale Vereinigung “etabliert”, wenn man es so sagen möchte.
Es gab und gibt in Köln viele Diskussionen über dieses und jenes, der Kölner an sich diskutiert ja gerne alles, was sich hierzu mehr oder weniger anbietet.
Die Großmoschee. Ah, ein heikles Thema. Was haben sich Kölner, Politiker, Gelehrte, Ungelehrte, Schussel und Dussel alles an den Kopf und vor die Füße geworfen… Pro Köln hat auch mitgemacht.
An diesem Wochenende wird hier in Köln der Super-Gau stattfinden:
Pro Köln veranstaltet an diesem Wochenende einen “Anti-Islamisierungs-Kongress”. In Köln.
Dort wird die Elite der internationalen rechten Szene aufgefahren.
Aufrufe nach einem “stolzen Europa der Vaterländlern” runden das ganze in seiner Widerlichkeit nur ab. Adolf lässt grüßen.
Sie haben sich sogar erdreistet, für diese Veranstaltung einen Saal in unserem Rathaus anzufragen.
Sind die noch ganz dicht? (Keine Angst. Mir ist klar, dass die Frage rein rethorischer Natur sein muss. Es geht gar nicht anders.)
Die Kölner wären allerdings nicht die Kölner, würden sie das einfach geschehen und diese Sache auf sich sitzen lassen:
Wolfgang Nideggen, Sänger der Kölsch-Rock-Band BAP, bringt es auf den Punkt:
“Die Stadt, die für ihre Warmherzigkeit, Toleranz und Liberalität berühmt ist, darf das nicht zulassen. Die Stadt, in der das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen möglich ist, deren Fußballfans regelmäßig mit ihrem Viel-Völker-FC fiebern - diese Stadt muss sich wehren. Und die Stadt, die mit ihrer Aktion gegen Ausländerfeindlichkeit „Arsch huh, Zäng ussenander“ Geschichte geschrieben hat, kann sich auch wehren. Weil uns die Feinde der Freiheit und des humanen Zusammenlebens anekeln. Weil wir sie nicht in dieser Stadt haben wollen. Weil wir den rechtsextremen Biedermännern die Maske vom Gesicht reißen müssen, wo immer wir sie stellen. Damit sie nicht als Wölfe im Schafspelz die ernsthaften Sorgen und Nöte unserer Bürger für ihre Sache instrumentalisieren können. Solche Rattenfänger hatten wir in der deutschen Geschichte des vergangenen Jahrhunderts schon genug.
Deshalb: Aus Liebe zu dieser Stadt und ihren Menschen - mit all ihrer Freundlichkeit, ihren Macken, Widersprüchlichkeiten, ihrer selbstverständlichen Vielfalt und ihrer Herzlichkeit - werde ich am Samstag „Nein“ zu „Pro Köln“ und seinen rechtsradikalen Helfern sagen.”
Quelle: http://www.ksta.de/html/artikel/1218660559190.shtml
Wo er Recht hat, hat er Recht: Köln wird sich wehren.
Was am 09.11.1992 am Chlodwigplatz mit der Aktion Arsch huh, Zäng ussenander mit 100.000 “Mittätern” gelang, wird dieses Mal wieder funkitionieren:
Am 20.09.2008 steht Köln auf gegen Rassismus und gegen Rechts.
Neben verschiedenen Vorträgen, einer Demonstration sowie einer Menschenkette wird - wie in unserer Stadt üblich - das ganze wieder von diversen Künstlern betreut.
Der Plan:
Auftaktkundgebung
Leitung: Witich Rossmann, IGM
09:30 Uhr: Tommy Engel und Band
10:00 Uhr: Fritz Schramma, Oberbürgermeister der Stadt Köln; Hannelore Bartscherer, Vorsitzende des Katholikenausschusses; Claudia Wörmann-Adam, ver.di, als Vertreterin der DGB-Gewerkschaften; Michel Vandenborght, Präsident der FIR, Internationale Föderation der Widerstandskämpfer; Dazwischen Heinrich Pachl
Demonstration
11:00 Uhr vom Roncalliplatz – Unter Goldschmied – Rathaus – Gürzenich
Abschlusskundgebung
Ab ca. 11:15 h: RednerIn Lale Agkün, MdB; Volker Beck, MdB, Ev. Kirche, Ford Betriebsrat; Reiner Schmidt (AKKU); Jörg Detjen, MdR
Musik: „Arsch huh”
Brings, Höhner, LSE, Köster, Lee usw.
Politisches Kabarett
Wilfried Schmickler
Aufruf zu Massenblockaden gegen den RassistInnenkongress
Die „AKKU – Antifaschistische Koordination Köln & Umgebung“
ruft auf zur
Gegenkundgebung am 20. September ab 9 Uhr
Am Gürzenich (Gürzenichstraße / Martinstraße) unter dem Motto
„Beteiligt euch an Massenblockaden rund um den Kongressort: Sie kommen nicht durch!“
Weitere Infos unter: www.koeln.antifa.net
Köln ist bunt. Nicht braun!
Info und Aktionen:
Islamische Zeitung Köln: http://islamische-zeitung.de/?id=10776
Wilde.Horde.1996 (Fanclub des FC): http://www.wh96.com/index.php?template=news&show=full&id=88946
Aufgestanden! Hingesetzt! Blockiert!: http://www.hingesetzt.mobi/cms-/
Köln Nachrichten: http://www.koeln-nachrichten.de/lokales/veranstaltungen/plakataktion_koeln_protest_gegen_rechts.html
Verdi: http://koeln.verdi.de/ bzw. https://intra.verdi.de/koeln/data/wir_stellen_uns_quer.pdf
PiratenPartei: http://koeln.hermes-net.de/artikel/2008-09-11/Piratenpartei-K-ln-geschlossen-gegen-Anti-Islamisierungs-Kongress
Gemeinsam gegen Sozialraub: http://www.gemeinsam-gegen-sozialraub.de/index.php?id=63354a1fd5712a523ba0fe53ebea0f9b
Nachtrag:
Hi Christina,
gute Sache und wenn ich bei Euch in der Nähe wäre, dann würde ich vorbei kommen, aber ich kann ja an dem Tag in Nürnberg immerhin die gleichnamige CD einlegen, die bei mir im Regal steht.
Hey Frank!
Eine gute Idee!! =) Aber bitte laut mitsingen!!!
Hi Christina,
watt ‘ne schwache Reaktion von Xing auf Deinen Termin-Hinweis dort … *kopfschüttel*
Also wir sind dabei!
@Frank: Wie wahr.
@Verena: Ich WUSSTE auf dich ist Verlass!
Geht ihr “solo!” hin oder wollen wir versuchen, uns irgendwo zu treffen?
[…] lieben|leiden|lachen|lautmalen|lauschen|leben… « Arsch huh - Zäng ussenander: Köln ist bunt, nicht braun! […]
Wir stellen und quer!…
In Köln, ja, in ganz Deutschland ist kein Platz für Rechtsradikalismus! Gegen den sog. “Anti-Islamisierungskongress” einer rechten Kölner Stadtratsfraktion haben heute mehrere 10.000 Köner/-innen und Rheinländer/-innen gegen Rechtsradi…