LEBEN(swerk)

lieben|leiden|lachen|lautmalen|lauschen|leben…

Geschlafwandelt

Manchmal passieren Dinge, die einfach nicht zu erklären sind. Ganz besonders in der Zeit, die man als “Schlafenszeit” bezeichnet.

Gestern Abend hat irgendwann der Akku meines Mobiltelefons schlapp gemacht. Sein gutes Recht, hatte ich ihm doch eine halbe Ewigkeit lang jeweilige Versorgung mit Energie versagt.

Kurz bevor ich ins Bett gehen wollte habe ich also mein Ladegerät hervor gekramt, aufwendig in der Steckdose hinter-unter dem Kopfteil meines Bettes eingesteckt und das Handy an das andere Ende der gestöpselt.

Als ich gestern Abend ins Bett gegangen bin, dachte ich noch kurz bevor ich das Licht löschte: “Eigentlich sollte ich die Bücher weg legen. Nachher schmeißt du sie nachts versehentlich herunter und die Lesezeichen fallen raus…” Kurz darüber nachgedacht… “Och, das passt schon.” Licht aus, Bücher immer noch am alten Platz zwischen mir und dem Wecker wackelig am Rande des Nachttisches, Handy am Ladegerät.

Klingt ganz normal, oder? Find ich auch. Bisher.

Heute morgen weckt mich der Wecker. (Wer auch sonst, wenn nicht der Wecker…) Nach dem drölften Klingeln (ich habe eine Snooze-Taste) denke ich noch “Och. Haste die Bücher wohl runter geschmissen… Was soll’s!?”

Drei Weckerklingeln später habe ich mich dann aus dem Bett bequemen wollen. Prompt schießt der nächste Gedanke durch meinen Kopf: “Habe ich das Handy nicht gestern ans Ladegerät geklemmt?”

Egal. Ich befand mich ja noch im Halbschlaf.

Bis ich vor dem ausrangierten Fernseher stand. Dieser steht direkt neben der Türe, die vom Schlafzimmer zum Flur geht.

Auf eben diesem Fernseher befanden sich meine beiden Bücher. Genau die Bücher, die eigentlich auf meinem Nachtisch liegen sollten.

Da konnte ich ja noch irgendwie die Begründung anbinden: “Du hast gestern darüber nachgedacht, die Bücher woanders hinzulegen, haste dann wohl auch noch gemacht, kannst dich nur nicht mehr dran erinnern…”

Soweit so gut. Bis ich links neben den Büchern das Ladekabel entdeckte. Genau das Ladekabel, das ich gestern Abend mit viel Gefummel hinterm Bett eingesteckt und an mein Handy geklemmt habe.

Ich war schlagartig wach und - das muss ich zugeben - jetzt noch etwas unruhig…

RSS 2.0 | Trackback | Comment

7 Mit-Er|leber bei “Geschlafwandelt”


  1. uiiii da wäre ich auch durcheinander… *wunder*


  2. Joa. Vor allem habe ich erstmal alle Balkontüren und die WOhnungstüre “überprüft”. Nachdem die alle ordnungsgemäß verschlossen ware, habe ich mich ernsthaft gefragt, ob ich meinem Ex den Haustürschlüssel tatsächlich abgenommen habe…

    Ganz merkwürdig…


  3. ich hätte da ein bissi Angst… nicht das du irgendwann im Schlaf quer durch Köln läufst! *grins*


  4. Ich bekomm dir Tür gar nicht auf. :-)

    Ich nehme stark an, dass ich das kurz vor dem Einschlafen bzw. morgens im “Halbschlaf” gemacht habe.

    Mich bekommt man ja nun nicht wirklich schnell aus meinem Bett heraus. ;)


  5. Hast du denn auch überprüft in welchem Jahr du dich befindest. Nicht das du durch das Zeit-Raum-Kontinium gereist bist und leicht versetzt aufgeschlagen bist - oder so…..


  6. *unwohlfühl* das hätte mich auch stark verwundert und das hätte sich erstmal gar nicht gut angefühlt. aber wenn du ja alles überprüft hast, kannst es ja nur du gewesen sein… nicht, dass du noch andere sachen angestellt hast! wer weiß, wo du dich noch rumgetrieben hast ;-)


  7. @Hilli: Es hat sich auch nicht gut angefühlt. Es war ziemlich ekliig. Da seit dem nichts mehr passiert ist, kann es aber nichts dramatisches gewesen sein. Ich kann mich wohl einfach nicht erinnern.

Mit-Er|leben

XHTML: Tob dich aus: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <code> <em> <i> <strike> <strong>